Besser blasen - 10 Tipps für den perfekten Blowjob

Der Blowjob steht für Oralsex - auch Fellatio oder blasen genannt
Es gibt wohl kaum eine Sexualpraktik, die von mehr Mythen und Legenden geprägt ist, als der berühmte Blowjob. Umfragen zu Folge lassen sich neun von zehn Männern während des Liebesspiels am liebsten „einen blasen“, womit der Blowjob unangefochten Platz eins der männlichen Beliebtheitsskala für Sexualpraktiken belegt. Dem Schauspieler Hught Grant wurde seine Liebe zum Oralsex sogar zum Verhängnis, als er sich 1995 von einer Prostituierten im Auto oral verwöhnen ließ und dabei von der Polizei erwischt wurde.
Warum gehört für Männer der Blowjob zum perfekten Sex einfach dazu und was ist an den Gerüchten rund um den „französischen Sex“ wirklich dran? Wir bringen heute einmal etwas Licht ins Dunkel und räumen mit den gängigsten Vorurteilen auf.
1. Was bedeutet eigentlich blasen?
In der Theorie ist „blasen“ oder „französischer Sex“ eine Form des Oralverkehrs, bei der der männliche Penis durch den Mund, die Zunge oder die Lippen des Sexualpartners stimuliert wird. Der medizinische Begriff hierfür ist „Fellatio“ und stammt vom lateinischen „fellare“, dem Wort für „saugen“ ab. Andere Bezeichnungen für den Blowjob sind „französischer Sex“ oder „Sucking“.
2. Was bedeutet Deep Throat?
„Deep Throat“ (englisch für „tiefer Hals, tiefe Kehle“) könnte man auch als „Blasen 2.0“ bezeichnen. Während man bei ersterem den Penis nur in der Mundhöhle bearbeitet, versucht man beim „Deepthroating“ oder „Throatgagging“ diesen soweit wie möglich in den Rachenraum zu schieben und dabei möglichst vollständig im Mund verschwinden zu lassen.
Wer seinem Partner mit „Deepthroating“ beglücken möchte, muss vorher üben, seinen Würgereflex zu unterdrücken. Dies gelingt am besten, wenn man, sobald der Penis den Rachen berührt, zu schlucken beginnt.
Übrigens: Der Film „Deep Throat“ von 1972 behandelt dieses Thema sehr ausführlich und zählt zu den absoluten Pornofilm-Klassikern!
3. Blowjob-Extras
Da beim Blasen die Hände für gewöhnlich noch frei sind, kann man diese zu Steigerung des sexuellen Empfindens sehr vielfältig nutzen. Ideal ist es, mit einer Hand beispielsweise den Penis fest zu umgreifen und die Vorhaut vor- und zurückzuschieben. Auch eine sanfte Hodenmassage wird von vielen Männern als sehr angenehm empfunden. Ob der Mann das Lecken oder Saugen an den Hoden mag, sollte vorher erfragt werden, denn diese sind sehr empfindlich. Ein kleiner Tipp: Auch heterosexuelle Männer mögen es manchmal, wenn man ihnen sanft einen Finger in den Po einführt. Dort sitzt nämlich die Prostata, eine sehr erogene Zone! Wer mag, kann natürlich auch eine Hand dafür nutzen, sich selbst zu stimulieren. Auch dieser Anblick wirkt auf viele Männer sehr erregend.
4. Geht es beim Blasen auch um männliche Dominanz?
Gespielte Dominanz und Unterwürfigkeit machen bei vielen Paaren einen wichtigen Teil ihres Sexuallebens aus. Sicherlich genießt es „Mann“ auch gerne einmal, sich von seiner Partnerin oder seinem Partner kniend bedienen zu lassen. Auch das Festhalten und Führen des Kopfes oder das leichte Schlagen mit dem Penis ins Gesicht gehört für einige Männer zum Blowjob einfach mit dazu. Wem dies allzu unangenehm ist, der sollte bedenken, dass einem der männliche Sexualpartner beim Blasen quasi ausgeliefert ist. Wer sein bestes Stück zwischen den Zähnen seiner Liebsten weiß, der sollte selbst darauf achten, dass aus Spiel niemals Ernst wird! Ein offenes Gespräch hilft auch hier, Unklarheiten im Vorfeld auszuräumen.
5. Was bedeutet „69“?
Als „Neunundsechzig“ oder „69“ wird eine Sex-Stellung bezeichnet, bei der beide Partner einander gleichzeitig oral befriedigen. Die Darstellung als „69“ ergibt sich daher, dass die Neun wie eine umgedrehte Sechs aussieht. Dreht man beide um 90 Grad, sieht es so aus, als ob eine zweite Sechs umgedreht über der ersten liegt. Und genau so wird diese Stellung auch praktiziert.
Mit der „69“ lässt sich der Blowjob vortrefflich ein Liebespiel integrieren, bei der beide Partner gleichzeitig auf ihre Kosten kommen. Diese Stellung kann sowohl von Mann und Frau als auch von zwei Männern oder zwei Frauen durchgeführt werden, wobei bei letzterem natürlich nicht mehr vom Blasen gesprochen werden kann.
6. Wofür stehen die Abkürzungen?
In Kontaktmagazinen oder den Anzeigen von Prostituierten werden häufig Sexualpraktiken durch Abkürzungen dargestellt. Hier sind die wichtigsten Geheimcodes rund ums Blasen:
Abkürzung Bedeutung
BJ Blowjob (Blasen)
BLS ball licking and sucking (orales Hodenverwöhnprogramm)
CIM cum in mouth (Abspritzen in den Mund)
COF cum on face (Gesichtsbesamung)
DT deep throat (sehr tiefes Blasen)
FN oder NF Französisch natur, also ohne Gummi
FO oder FT Französisch optimal bzw. total: dasselbe wie FN, aber mit Aufnahme oder aber zusätzlich mit Schlucken
GB Gesichtsbesamung
mA mit Aufnahme (zumeist des Spermas) in den Mund
OV Oralverkehr (Blasen, Lecken)
7. Bestehen beim Blasen gesundheitliche Risiken?
Die gute Nachricht vorweg: Aktuellen wissenschaftlichen Studien zufolge ist das Risiko, sich beim Blasen mit HIV anzustecken, sehr gering. Dies gilt allerdings nur, wenn während des Blowjobs kein Sperma in den Mund gelangt.
Trotzdem besteht immer noch das Risiko, sich mit einer anderen sexuell übertragbaren Infektion, wie beispielsweise Tripper (Gonorrhö), Chlamydien, Syphilis, Herpes oder Hepatitis B anzustecken. Hier gilt: Kondome schützen!
8. Davor, dabei oder danach?
Für viele Männer ist der Blowjob das intensivste sexuelle Erlebnis, weshalb er bestens dafür geeignet ist, der Erektion auf die Sprünge zu helfen. Da die meisten Stellungen für den Mann stets auch eine körperliche Anstrengung bedeuten, genießt er natürlich auch, sich zwischendurch einmal zurücklehnen zu können und dabei oral verwöhnt zu werden.
Der absolute Höhepunkt ist es aber im wahrsten Sinne des Worts wenn „Mann“ den Orgasmus bei einem perfekten Blowjob erleben darf. Dabei ist es ganz einfach, die sexuelle Erregung des Mannes mit der Zunge und den Lippen gezielt zu steuern und dem Partner am Ende einen perfekten Orgasmus zu bescheren.
9. Wohin mit dem Sperma? Schlucken, Spucken oder Verreiben?
Auch wenn es häufig den Anschein macht: Die meisten Männern träumen zwar in ihrer Fantasie vom Liebesdienst der besonderen Art, bekommen es aber letztendlich gar nicht mit, ob das Sperma nun wirklich geschluckt wird, oder nicht. Es ist natürlich ernüchternd, wenn der Blowjob kurz vor dem großen Moment ganz abrupt endet. Wenn er es aber gerne bis zum Schluss genießen möchte, bietet sich auch hier ein Kompromiss an. Es reicht oftmals, den Penis zwar bei der Ejakulation im Mund zu behalten, das Sperma aber ganz unauffällig wieder herauslaufen zu lassen. Natürlich leisten auch hier Kondome im Zweifelsfall gute Dienste.
Für einige Paare ist es aber auch ein beiderseitiges Vergnügen, wenn er am Schluss sein Sperma auf ihr Gesicht spritzt und entsprechend verschmiert. Es ist halt, wie häufig, Geschmackssache!
10. Absolute NO-GOs beim blowjob
Am allerwichtigsten ist, dass man nie, also wirklich niemals tatsächlich Luft in den Penis bläst! Dies führt beim männlichen Gegenüber garantiert nicht zu Lustgefühlen, sondern ruft sehr unangenehme Schmerzen hervor. Auch die Benutzung der Zähne sollte man tunlichst vermeiden, da die männliche Eichel zu den empfindlichsten Körperteilen gehört. Auch allzu monotones oder gar grobes Gelutsche und Gesauge kann sehr schnell abtörnend wirken.
