Sexberatung - Praline Erotik Blog - Seite 2

  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Chicca (25) hat eine Frage bezüglich Sexstellungen beim Lesbensex. Wie können sich lesbische Frauen gegenseitig beim verwöhnen?

    Chicca fragt: "Hallo! Meine Freundin und ich möchten mal was anderes im Bett ausprobieren ... hab schon im Internet nach verschiedenen Stellungen für Lesben geguckt, aber nichts gefunden ... es muss doch noch was anderes geben als die typischen Lesbenstellungen. Hilfsmittel wollen wir allerdings keine verwenden. Könnt ihr uns ein paar Tipps geben?"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Ich sehe keinen so großen Unterschied zwischen Stellungen für Heteros und Lesben. Sicher, ihr könnt nicht in einander eindringen wie es mit einem Penis oder einem Sex-Toy möglich wäre, aber trotzdem könnt Ihr die gleichen Positionen einnehmen! Wenn Ihr also auf der Suche nach neuen Stellungen seid, dann probiert einfach die für Heteros aus und wandelt sie je nach Lust und Laune lesbengerecht ab.

    Ich habe drei Stellungen für Euch herausgesucht, die Ihr bei jedem Mal leicht und sehr variantenreich abwandeln könnt, hoffend sie gefallen Euch und Ihr habt sie noch nicht in Eurem Erotik-Repertoire.

    Die rutschige Variante:
    Eine von Euch liegt gemütlich auf dem Rücken und drückt ihre Brüste leicht zusammen. Die andere rutscht mit ihrer Vagina über ihre Nippel ... Gleitgel macht es flutschiger! Natürlich geht es auch anders herum: Eine von Euch liegt auf dem Rücken, während die andere mit ihrem Kopf zu den Füßen über sie klettert und von oben mit ihren Nippeln die Vagina der unteren stimuliert. Während dessen befindet sich ihr Schoß über dem Gesicht der unteren und kann so ebenfalls geleckt, gebissen, gesaugt und gezüngelt werden. Und natürlich könnt Ihr auch anstatt über den Busen, über den Po oder den Bauch der anderen mit Eurer Scheide rutschen.

    Die tantrische Variante:
    Ihr liegt beide auf dem Rücken, die Schöße aneinander; Ihr bildet eine gerade Line: Eine hat den Kopf am Fußende, die andere am Kopfende des Bettes. Legt Euch so hin, dass sich Eure Scheiden aneinander reiben können. Das schafft Ihr, indem Ihr Eure Füße zu beiden Seiten des Körpers der anderen ablegt. Dabei sollte eine von Euch Ihr linkes Bein unter das rechte Bein der anderen legen und das rechte über das linke der anderen. Ich weiß, das klingt im ersten Moment kompliziert, ist es aber nicht. Probiert es einfach aus. Das Tantrische daran ist, dass Ihr Euch nun an den Händen fassen könnt und euch dabei hin und her schaukelt. Zieht Euch einfach an den Händen gegenseitig vor und zurück – so geht es schaukelnd, wiegend, wogend abwechselnd hin und her.

    Die akrobatische Variante:
    Die Gelenkigere von Euch macht eine Kerze: Die Beine in die Höhe, während sie sich auf Schulter, Nacken und mit beiden Armen abstützt. Sie öffnet ihre Beine und die andere steigt dazwischen. So das Scheide auf Scheide trifft. Die Stehende sollte sich mit der Hand an einer Wand abstützen und die Frau in der Kerze kann dann ihre Beine um die andere schlingen, dann lustvoll aneinander reiben ...

    Anstatt nur die Position zu wechseln, solltet Ihr auch andere Dinge ändern: Macht es an ungewöhnlichen Orten: Auf dem Küchentisch, vor dem Fenster, im Keller, auf dem Badezimmerboden, im Garten, im Regen, auf dem Balkon oben im Hausflur oder wo Ihr spontan Lust empfindet. Nur nicht erwischen lassen!

    Feilt am Eurer Technik: Sind Zunge, Lippen, Finger, Zehen, Zähne und Haare schon im perfekten Streichel- und Lustmach-Einsatz? Verfeinert Eure Sinnesorgane probiert zum Beispiel den Unterschied von Zungenspitze, Zungenrücken, nasser Zunge, trockener Zunge, Flatterzunge, Sabber-Zunge und Press-Druck-Zunge aus ...

    Erkundet sexuell verschiedene Richtungen. Ihr müsst dafür keinen Plastik-Penis verwenden - den übrigens viele Lesben nicht mögen -, sondern Augenbinden, Löffel, Federn, Handschellen, Vibratoren zur äußeren Anwendung oder macht es vor einem Spiegel.

    Probiert Rollenspiele: Sie ist Deine Gynäkologin. Du bist ihre Sportlehrerin ... Erzählt Euch Eure Phantasien und Träume und lebt sie aus!

    Viel Spaß dabei wünscht Euch Eure Katja

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Emilio ist scharf auf seine Arbeitskollegin und weiß aber nicht, ob sie auch auf ihn steht bzw. wie er sie anmachen soll:

    "Ich weiß nicht, was ich machen soll. Seit einiger Zeit gibt es bei mir im Büro eine Frau mit der ich unbedingt zusammen kommen will. Ich glaube sie ist auch an mir interessiert, ich habe nämlich das Gefühl, dass sie mir von hinten auf den Bildschirm guckt. Besonders stark habe ich dieses Gefühl, wenn ich Sexfilme gucke. Katja, was soll ich machen?"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Cool, dass Du im Büro Sexfilme ansehen kannst ...

    Ich bin keine Freundin von Sex unter Kollegen. Die möglichen Folgen wären mir zu unangenehm. Was ist, wenn man sich nicht mehr mag, sich gestritten hat oder der Sex eine peinliche Katastrophe war. Sex gehört für mich ins Privatleben. Darum solltest Du Dir sehr gut überlegen, ob Du die Risiken überhaupt eingehen willst. Dummerweise verbringen wir sehr viel Zeit mit unseren lieben Kollegen. Wir wissen viel über das Leben der Person, kennen ihre Macken und Stärken und kommen ihnen so verdächtig nahe.

    Was soll zwischen Euch beiden denn Deiner Meinung nach passieren? Bist Du in sie verliebt und möchtest eine Beziehung mit ihr? Dann finde heraus, ob Du gerade Wunsch mit Wirklichkeit verwechselst? Oder ist sie in Dich verliebt und Du willst nur Sex? Dann steht früher oder später die große Beziehungsfrage im Raum ... Oder wollt ihr beide nur ein kleines Sexabenteuer? Das könnte klappen und sogar spannend werden, wenn ihr an Verhütung denkt ...

    Nachdem Du Dir also selbst klar geworden bist, was Du von Deiner Kollegin wirklich möchtest, leitest Du die nächsten Schritte ein: - Ist Dir das doch alles zu heikel – wie mir – dann einfach Hände weg! Deine Phantasien darfst Du allerdings behalten, wenn Dir der Unterschied zwischen Traum und Realität klar ist! - Wenn Du es doch wagen möchtest, dann starte zuerst kleine unauffällige Tests – es müssen ja nicht gleich alle mitbekommen. Nicht dass sie Dich nur so verdutzt anschaut, weil Du die Frechheit besitzt und während der Arbeit Pornos guckst. Schaue ihr also lange und tief in die Augen. Reagiert sie oder schaut sie weg? Nutze die Situationen in denen ihr allein seid: Bringe sie nach Hause oder geht mal zum Mittag außer Haus. In diesen Momenten kannst Du herausbekommen, ob und wie sehr sie Dir wirklich zugewandt ist.

    Sind ihre Blicke, Gesten, Worte und ihr Körper wirklich auf Dich gerichtet? Wenn ja, dann sollet ihr einfach darüber reden, was gerade mit Euch passiert. Sage ihr, was in Dir vorgeht: "Ich habe das Gefühl, dass sich da zwischen uns etwas anbahnt. Was denkst Du?" In diesem Gespräch könnt ihr auch sagen, was ihr von dem anderen wirklich wollt und auf was das Ganze hinauslaufen soll. So weiß jeder Bescheid. Doch das hilft natürlich nur ein Stück weit, denn Gefühle, Vorstellungen und Wünsche ändern sich, gerade im zwischenmenschlichen Bereich. Viel Glück!

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Großer Busen, Brustvergrößerung um jeden Preis – Die Freundin von Max will sich den Busen durch Pillen vergrößern lassen. Er hat jedoch Bedenken, dass etwas schiefgehen könnte. Kann man die Brüste durch Pillen vergrößern?

    Max (24): "Meine Freundin möchte sich ihren Busen mit Hilfe von natürlichen Präparaten (Breast Success) festigen und aufbauen. Sind auf diesem Gebiet Nachteile bzw. Nebenwirkungen auch in Bezug auf die Einnahme der Pille zu befürchten? Bringen solche Pillen was, oder ist das was man im Internet liest nur Geldmacherei? Einige Frauen berichten sehr positiv darüber, ich habe da aber so meine Bedenken, und möchte nicht dass sich meine Freundin gesundheitliche Probleme einhandelt."

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Ich persönlich würde das Problem mit dem Kopf angehen: Ist es gut für mich? Ist es richtig, mit allen möglichen Mitteln an mir herumzumanipulieren?

    Dann würde ich mich auch fragen, warum ich überhaupt eine größere Brust haben will. Wäre ich damit glücklicher? Was will ich eigentlich mit einer Brustvergrößerung erreichen?

    Bei mir ist alles im grünen Bereich, deshalb käme so etwas für mich nicht in Frage.

    Doch wenn jemand wirklich unter kleinen Brüsten leidet und einen richtigen Druck verspürt, dann müsste er neben meinen Verstand auch sein Gefühl befragen: Ist eine große Brust so wichtig, dass ich Risiken in Kauf nehme. Ertrage ich eventuell Nebenwirkungen, weil ich spüre eine größere Brust wiegt das auf ...

    Lieber Max, das oben beschriebene Produkt kenne ich nicht. Ich würde hier aber auch niemals Werbung für irgendwelche Produkte machen, denn das finde ich unseriös. Und es gehört zu Euren Aufgaben, Euch selbst so gut wie möglich über das Produkt zu erkundigen, beim Hersteller, bei Leuten die das Zeug ausprobiert haben und bei einem Arzt. Zweifel sind berechtigterweise dazu da, sich durch sie zu vergewissern, ob man in die richtige Richtung geht oder nicht.

    Ich muss dieses Produkt auch nicht kennen, denn die Entscheidung darüber, ob Deine Freundin es ausprobieren möchte, kann ich nur ihr überlassen. Ich kann in diesem Fall nicht für sie entscheiden, ob es ihr nützt oder nicht.

    Ich kann ihr nur sagen: Ich persönlich würde es nicht nehmen. Und wenn ich einen Freund hätte, der sich so liebevoll für mich bei einer Sex-Beraterin über meine Gesundheit und mein Wohlbefinden erkundigt, dann wüsste ich zudem, dass ich solche Experimente auch gar nicht nötig hätte ... Und ich ermuntere an dieser Stelle gern noch die Menschen, dass sie zu sich stehen sollen. Gerade unsere individuellen Unterschiede machen das erotische Leben doch spannender. Man muss nur dann etwas gegen die Natur unternehmen, wenn etwas schlecht für einen ist und die Gesundheit in Gefahr ist. Zum Beispiel bei Übergewicht, Hormonstörungen oder zu schweren Brüsten. Kleine Brüste bergen keinerlei Gesundheitsrisiken, sie funktionieren genau so wie alle anderen Brüste auch - egal welches Format sie haben. Es gibt eben nur diesen optischen Unterschied und diese besonderen Vorlieben: Erdnüsse oder Melonen. Und da liegt die Lösung in einem alten Spruch: Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Erektion bleibt aus, wenn es zum Geschlechtsverkehr kommen soll. Stefan (20) hat ein Problem damit, dass sein Glied beim Sex nicht richtig steif wird - Erektionsprobleme, erektile dysfunktion:

    "Ich habe seit 9 Monaten meine erste feste Freundin, mit der es auch wunderbar ist, nur eines stört unser Glück: Seit 8 Monaten versuchen wir es vergeblich mit dem Sex. Immer wenn es "ernst" wird, werde ich nervös. Mein kompletter Unterkörper kribbelt, und ich mache im wahrsten Sinne des Wortes schlapp. Sie reagiert zwar stets mit Verständnis, trotzdem sind wir beide mittlerweile recht verzweifelt und wissen nicht mehr was wir tun sollen damit es endlich klappt. Es wäre übrigens mein erstes Mal."

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Da Du immer dann Probleme bekommst, wenn es „ernst“ wird, dann bleib einfach beim Spaß – und das meine ich ernst!

    Macht aus Eurem Frust Lust!
    Wer sich einfach nur von Lustgefühlen leiten lässt – ohne Druck, Stress und Zwang, der bekommt auch einen Harten, wenn keine organischen Störungen vorliegen. Wenn Du also bei der Masturbation kommst oder eine Morgenlatte hast, dann liegt das Problem nicht in Deinem Schwanz, sondern in Deinem Kopf und das kannst Du selbst lösen.

    Bekommst Du allerdings seit über einem halben Jahr in keiner Situation einen Ständer, dann kannst Du bei einem Urologen abklären lassen, welche organischen Ursachen der Grund dafür sein könnten.

    Stefan, niemand muss vaginal penetrieren! Man kann auf hundert verschiedene Arten Sex haben: lecken, fingern, küssen, sich aneinander reiben, mit Vibratoren penetrieren usw. Eure jetzige Aufgabe besteht darum also nicht darin, endlich vaginalen Geschlechtsverkehr auszuüben oder miteinander intim zu werden, nur mit dem Ziel Dein erigiertes Glied in ihre Vagina zu stecken, sondern Ihr macht genau das Gegenteil: Ihr macht alles, was Ihr gemeinsam schön findet – ganz einfach.

    Betrachte ihren nackten Körper, umspiele mit einer Feder ihre Brustwarzen, massiere ihre Pobacken, nehmt sinnliche Bäder mit ätherischen Ölen, erzählt Euch schmutzige Sexgeschichten, lest im Kamasutra, probiert die Stellung 69 aus, schaut Euch gemeinsam Pornos an, macht es Euch schön, geht in einen Sex-Shop, berühre sanft mit Deiner Zunge ihre Klitoris oder verwöhnt Euch gegenseitig die Rosetten usw.

    Vor allem: Schenkt Euch Zeit! Und ich rede hier von einem Zeitraum von etwa acht bis zehn Monaten – in der ihr nur herausfinden sollt, was dem anderen sinnliches, erotisches Vergnügen bereitet – nicht weniger und nicht mehr.

    Ich glaube nämlich, dass wenn Ihr nicht mehr daran denkt, dann wird es bei Euch auch mit der vaginalen Penetration klappen. Steht Dein Schwanz bei all den neckischen Spielereien nämlich von ganz allein irgendwann mal – in ganz verschiedenen Situationen, öfter hintereinander und länger - dann könnt Ihr es nach Monaten voller Lust ohne Koitus erneut mit dem Koitus versuchen: Ihr müsst es aber auch nicht!

    Meine Tipps funktionieren nur, wenn Du nicht insgeheim doch auf den bloßen Geschlechtsakt schielst, sondern im Kopf vollkommen frei für alle anderen erotischen Erfahrungen bist, die da kommen können. Und dieser lange Zeitraum gibt Dir gerade die Möglichkeit wirklich noch einmal neu an Euren gemeinsamen Sex heranzugehen. Und wie gesagt, kein Paar der Welt muss überhaupt vaginal penetrieren.

    Bringt Euch mit Toys, Zungen, Lippen, Füßen, Feder oder Reibung zum Orgasmus und lebt einfach Eure Gelüste aus.

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Daniel (20) will Partnertausch und Sex im Swingerclub: "Ich bin mit meiner Freundin schon recht lange zusammen (ca. 3 Jahre). Es läuft auch alles sehr gut. Wir können über alles reden und im Bett läuft es perfekt. Wir probieren viel aus und es macht einfach spass. Trotzdem habe ich das Bedürfnis mal mit einer anderen Frau zu schlafen, was meine Freundin auch weiß. Jetzt überraschte sie mich neulich mit der Idee, zusammen in einen Swingerclub zu gehen. Dort könnte ich dann Sex mit einer anderen haben und sie würde sich eine Frau suchen um erste bi Erfahrungen zu sammeln. Im ersten Moment fand ich die Idee gut später nicht mehr... Ist das ganze nicht noch zu früh? Schließlich sind wir beide ja erst 18 und 20. Soll ich ihre Idee verwirklichen oder sollten wir lieber noch warten?"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Ich persönlich finde, es ist zu früh. Du bist zu jung. Und was noch dagegen spricht ist: Euer partnerschaftlicher Sex ist perfekt – wie Du selber sagst. Ich glaube auch nicht, dass es ein Bedürfnis von Dir ist, mit einer anderen Frau zu schlafen, sondern eher eine Idee, ein Wunsch. Denn in einer intakten Beziehung mit einem schönen Sexleben werden die meisten menschlichen Bedürfnisse befriedigt - bis auf die Lust auf Sex mit Fremden.

    Und kannst Du darum nicht gern darauf verzichten? Doch wenn Eure Lust und Eure Neugierde größer ist, dann geht ruhig hin. Was nämlich bei Euch dafür spricht: Ihr habt beide einen Grund. Sonst ist meist nur ein Partner geil darauf. Der andere glaubt eher, dem anderen einen Gefallen tun zu müssen. Doch Deine Freundin will Bi-Erfahrungen sammeln, und Du willst ne andere poppen – so bekommt Ihr beide was Ihr wollt. Nur müsst Ihr wissen, dass ist kein Spaziergang. Der Besuch eines Swingerclubs hat Auswirkungen auf das Sexleben und die Seele. Beispiele: einer von Euch wird doch eifersüchtig, einer will bleiben, einer doch lieber wieder gehen, Deine Freundin ist mehr bi als sie momentan denkt, Ihr holt Euch Geschlechtskrankheiten, Ihr verliebt Euch in andere, Ihr findet niemand der wirklich zu Euch passt und seid deshalb frustriert oder Ihr werdet süchtig nach Sex mit anderen, wollt immer abgefahrenere Dinge ausprobieren und verliert so schleichend Eurer Zweierglück. Ihr müsst also in einem intimen Gespräch das Für und Wider abwägen. Bleiben kleine Zweifel und seid Ihr Euch nicht ganz sich, dann geht NICHT, aber macht Euch auch ab, dass Ihr Euch genau in einem Jahr wieder darüber austauscht. Dinge ändern sich ...

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Christian (21) meint, dass sein Penis zu groß für Sex sei: "Meine Freundin möchte nicht mehr mit mir schlafen, weil mein Penis dabei immer an ihre Gebärmutter stößt. Sie hat nach unserem Sex immer Schmerzen. Er ist ihr einfach zu groß - 21 Zentimeter lang und rund 5,5 Zentimeter im Durchschnitt. Was kann ich tun?"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Analverkehr! Oral-Verkehr! Hand-Massagen! Sex mit Vibratoren und Dildos! Und wenn Du wieder Vaginal-Verkehr haben möchtest, dann musst Du Deiner Freundin versprechen, dass Ihr es von nun an anders macht. Und das müsstest Du dann auch wirklich tun.

    Das heißt für Dich: Nicht mehr ihre Gebärmutter bombardieren, indem Du mit Deinem Riesenteil ganz tief einfährst, sondern stoße sie nur noch mit der Eichel. Das verlangt Geschick und Übung. Veranstalte darum beim Sex keine Rammelei, sondern gleite langsam und vor allem kontrolliert rein und raus. Lass Deinen Penis kein Presslufthammer sein, sondern ein sanft dahin vibrierender Massagestab.

    Zudem darf Deine Freundin beim Sex keine Angst mehr haben, dass Du ihr weh tust. Sie muss sich im Kopf vollkommen entspannen. Zudem muss sie richtig feucht sein. Da helfen Euch die zwei G`s: Gelassenheit & Gleitmittel.

    Und eventuell der Gedanke, dass manche Frauen die leichte Reizung der Gebärmutter auch sehr reizvoll empfinden, eben wenn es sanft passiert. Nimm Dir mehr Zeit für das Vorspiel. Weite die Vagina Deiner Freundin Stück für Stück. Diese zärtliche Dehnung erreichst Du zum Beispiel, indem Du schön sanft einen Finger nach dem nächsten in sie hineinschiebst. Schon das kann sehr lustvoll für Deine Freundin sein ...

    Stichwort Stellungen: Wenn sie beispielsweise vor Dir auf dem Tisch sitzt, kann sie sich sehr weit öffnen. In der Löffelposition kann der Penis generell nicht so tief eindringen. Wenn Deine Freundin gelenkig ist, dann kann sie auch eine Kerze machen. Du dringst dann von oben in sie ein. Oder wie wäre es, wenn sie die aktive Rolle übernimmt? Sie führt sich Deinen Klopper in der Reiterstellung allein ein und bestimmt so selbst Tiefe und Rhythmus.

    Mein Rat: Experimentiert also mit neuen Positionen und spielt dabei mit der aktiven und passiven Rolle. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn Ihr es eine Weile mit der Penetration sein lasst. Probiert dafür andere erotische Dinge aus. Es gibt so viel mehr als Rein und Raus. Worauf hätte Deine Freundin Lust? Zum Beispiel könntet Ihr Euch gegenseitig mit einer Feder und Öl verwöhnen. Oder probiert wie gesagt Folgendes: Analverkehr! Oral-Verkehr! Hand-Massagen! Sex mit Vibratoren und Dildos!

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Karin (25) hat keine Lust mehr auf Sex mit ihrem Ehemann: "Ich bin mit meinem Mann seit vier Jahren zusammen. Seit über anderthalb Jahren habe ich keine große Lust mehr, mit ihm Intimitäten auszutauschen. Ich weiß aber nicht wieso! Seit einem dreiviertel Jahr habe ich auch Probleme, wenn er in mich eindringen will. Auch sonstige Hilfsmittel kann ich nicht mehr benutzen. Ich war deswegen schon bei zwei Frauenärztinnen, aber die konnten nichts finden. Ich komme nur in Fahrt, wenn ich andere Männer auf DVDs oder im Netz sehe, wenn sie´s grad tun. Ich finde es nicht mehr schön, mit meinem Mann zu schlafen. Wie kann ich das wieder ändern?"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Liebe Karin, willst Du denn überhaupt daran etwas ändern? Mir scheint, Du hast gar kein wirkliches Interesse mehr. Dass Dein Mann nicht richtig in Dich eindringen kann, hat keine anatomischen Gründe, sondern psychische:

    Du bist im Kopf und zwischen den Schamlippen dicht! Du hast zudem 18 Monate verstreichen lassen, obwohl Du Unlust und sogar schon Leidensdruck im Kopf und in der Vagina verspürt hast. Damit hast Du leider viel kostbare Zeit verloren und nun steht ein größerer Berg an Arbeit vor Dir ... Okay, nehmen wir an, dass Du von nun an wirklich mehr Lust mit Deinem Mann erleben möchtest, dann lass Dir sagen: Nur Du selbst kannst Deine Sexlust wecken! Warte nicht vergeblich darauf, dass Dein Mann plötzlich zum "Zauberhengstprinz" wird. Stattdessen versuche Dir nun selbst folgende Fragen zu beantworten und Folgendes zu tun:

    - Was fandest Du früher toll an Deinem Ehemann? Rede ihn Dir schöner, wenn es etwas Schönes an ihm gibt und rücke ihn für Dich somit in ein positives, helles Licht. --Welche sexuellen Praktiken vermisst Du? Mach beim nächsten Sex etwas mit ihm, worauf Du selbst wirklich Bock hast. --Was sollte er mit Dir machen, damit Du künftig geiler wirst? Sage oder zeige ihm, wie Du es künftig gern hättest.

    - Möchtest Du generell in Eurem Sexleben etwas ändern? Versuche genau das zu ändern, was Dir nicht mehr gefällt. --Fällt Dir etwas ein, was Du bisher noch nicht ausprobiert hast? Öffne neue Türen! Beispiele: Swinger-Club, Dreier, Romantik-Sex, Rollenspiele, Toys, Ortswechsel, Light-S/M, Sex-Urlaub, Kuschelstunden, Pornos nachspielen, Stellungswechsel oder Affären ...

    - Könntest Du Dich Deinem Mann anvertrauen? Er könnte Dir mit Verständnis und Liebesbezeugungen helfen. Du kannst beim Sex an Schokolade, Brad Pitt oder ein Lied denken, das ist ganz allein Deine Sache. Wenn Dir das mehr Lust bereitet, dann tu es – mit gutem Gewissen! Lass Dich auch von der Sexfreude des Pärchens auf unserem Foto anstecken! In jeder Beziehung flaut die Lust aufeinander ab. Das ist normal. Man kann sich damit abfinden und sich darauf einigen, dass die Beziehung trotzdem aufrecht erhalten bleibt, weil andere Dinge das aufwiegen können, wie Vertrauen, Liebe oder Praktikabilität. Man kann sich aber auch trennen, wenn Sexualität für einen die entscheidendere Rolle spielt. Oder man wartet einfach noch ein bisschen länger ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln, bis man Gewissheit hat, was man tun muss.

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Jörg (23) hat eine Frage zum Thema G-Punkt:

    "Meine Freundin und ich sind mit unserem Sexleben absolut unzufrieden. Sie hat absolut keinen Spaß beim Sex. Sie kommt nie zum Orgasmus. Mir hat sie gesagt, dass sie nur am G-Punkt erregbar sei. Aber den treffe ich nie mit meinen Fingern. Außerdem ist sie sehr eng gebaut und ich tue ihr immer schon beim Fingern weh. Ich habe schon mehrfach über den G-Punkt gelesen, wo der zu finden ist und wie er stimuliert werden kann. Aber es hilft alles nichts. Könnt ihr mir irgendwie helfen? Bitte, ich bin wirklich verzweifelt."

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger:

    Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Im Gegenteil! Auf Dich kommt einiges zu ...

    Lieber Jörg, Du brauchst zuerst die Mithilfe Deiner Freundin. Allein kannst Du Dich auf den Kopf stellen und Du wirst sie trotzdem nicht zum Orgasmus bringen. Sie sollte Dir zuerst sagen, welche Phantasien sie sexuell erregen. Was findet sie im Bett spannend? Wie möchte sie wann wie berührt werden? Lass Dir einfach von ihren körperlichen Trieben erzählen. Wie macht sie es sich selber? Das soll sie Dir zeigen. Frauen kommen ganzheitlicher als Männer. Erfrage ob Sie beim Sex Ängste hat oder viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, die sie (unbewusst) verkrampfen lassen? Für einen Orgasmus muss man sich fallen lassen können.

    Neben reden hilft handeln. Deine Freundin muss sich beim Sex mehr gehen lassen: heftig und intensiv atmen, erotische Phantasien im Kopf herumschwirren lassen und vor allem ihre Beckenmuskulatur benutzen, so als würde sie versuchen, mit ihren Schamlippen Deinen Penis zu massieren und dabei ihre Pobacken zusammenzukneifen. Zusätzlich zur Penetration kann sie sich selbst mit den Fingern stimulieren: an Brustwarzen und an der Klitoris.

    Und da sind wir bei einem ganz wichtigen Stichwort. Die Klitoris ist bei Frauen das Lustorgan Nummer 1. Der Kitzler braucht ganz zarte und weiche Berührungen. Am besten kann er mit der Zunge stimuliert werden. Nur nicht zu viel Druck und nicht zu viel Spucke! Stell Dir vor Du würdest über eine Wassermelone lecken und kein Kern dürfte dabei herunterfallen.

    Wenn Deine Frau – wie viele andere auch - nicht durch Penetration kommt, dann mache es ihr mit dem Mund! Wenn Deiner Freundin schon das Fingern weh tut, dann bist Du nicht zärtlich und liebevoll genug! Nicht wühlen, graben oder stochern, sondern streicheln! Deine Freundin ist wahrscheinlich auch nicht feucht genug: je feuchter sie aber ist, um so körperlich erregter ist sie auch. Bekommt ihr das nicht auf natürlichem Wege hin, dann benutzt zusätzlich Gleitmittel. Reines G-Punkt-Gedrücke wird sie schwerlich kommen lassen.

    Zum Schluss noch eine kleine Zusammenfassung: Ich empfehle Dir eine Kombination aus allem: sich durch scharfe Gedanken selber stimulieren, voreinander masturbieren, offen reden, Oral-Verkehr oder Penetration mit Fingern (von Dir oder ihr) koppeln, Gleitgel zu Hilfe nehmen. Und etwas läuft glaube ich gerade ziemlich schief in Euren Köpfen: Orgasmen lassen sich nicht durch pressen, drücken oder ziehen auslösen! Was ist mit Euren Liebes-, Anziehungs- und Geilheitsgefühlen füreinander?

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Jasmin (18) schreibt "Ich hatte noch nie einen richtigen Orgasmus. Unser Sex ist zwar super, aber das will irgendwie nicht so recht klappen!? Vielleicht haben Sie ein paar tolle Ratschläge, wie es am einfachsten geht. Liebe Grüße Jasmin."

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger

    Liebe Jasmin, das ist die mir am häufigsten von Frauen gestellte Frage. Leider gibt es kein Allheilmittel. Frauen sind nun mal unterschiedlich. Fakt ist, dass etwa ein Drittel von uns nie einen Orgasmus bei der Penetration erreicht, ein Drittel ab und zu mal zum Höhepunkt gelangt und nur ein Drittel fast immer kommt. Du gehörst nun leider zum ersten Drittel. Was ich nun für Dich tun kann, ist ein paar Dinge aufzuzählen, die Du für Dich selbst ausprobieren musst. Einfach – wie Du schreibst – wird das aber nicht werden ...

    1. Wenn Du einen Orgasmus bei der Selbstbefriedigung erreichst, dann sind körperliche Ursachen auszuschließen. Und das wäre ein Vorteil ... Ist dem so, dann achte bei Deinen nächsten Masturbationssessions genauer darauf, was Du da eigentlich wie machst. Drückst Du Deine Klitoris eher oder reibst Du sie mehr? Wo stimulierst Du Dich genau? Wie berührst Du wann welche Stellen? Versuche daraus zu lernen. Greife beim nächsten Sex mit Deinem Partner ein und beginne ähnliche Dinge zu tun, wie Du sie bei Deiner Selbstbefriedigung auch getan hast. Du kannst während er Dich penetriert zusätzlich Deine Klitoris mit den Fingern selbst stimulieren. Erkläre zudem Deinem Partner dabei oder davor genauer, wie Du wann angefasst werden musst, um zum Höhepunkt zu kommen. Du kannst es ihm auch praktisch und anschaulich zeigen und vormachen – er macht dann nach!

    2. Nutze kleine Hilfsmittel wie Gleitgel, damit Du schön feucht wirst. Oder je nach Geschmack auch Vibratoren, Dildos, Massageöle, Federn usw.

    3. Es gibt keinen Orgasmus ohne Hirn! Wer im Kopf nicht frei ist und sich nicht hemmungslos gehen lässt, wird auch keinen Höhepunkt haben. Wer abgelenkt ist oder sich im Kopf unter Druck setzt und stresst – verhindert selbst die eigenen Lustgefühle. Konzentriere Dich daher nur auf Deinen Trieb. Schalte vom Alltag ab, schieb Sorgen weg und mach Dich von allem frei. Stell Dein Kopfkino an und träume von allem, was Dich persönlich scharf macht, sei es Brad Pitt oder eine Massenorgie. Wer dagegen dabei denkt: Ich will einen Orgasmus, kriege ich jetzt endlich einen, der hat schon verloren!

    4. Manche Männer denken, dass plötzliche Rhythmuswechsel sie als tollen Liebhaber auszeichnen, aber manche Frauen brauchen, um zum Orgasmus zu kommen, einen gleichbleibenden Stoßrhythmus – sonst kommen sie total raus.

    5. Die Natur hat es ungerecht eingerichtet. Die Klitoris sitzt ein Stück zu hoch, deshalb muss der Mann – zum Beispiel in der Missionarsstellung - so leicht von oben kommen. Das ist schwer zu erklären, aber stelle die eine Hand vor, die mit der Innenseite von oben nach unten an der Tischkante entlang fährt. So eine ähnliche Bewegung muss der Penis auch vollführen, um den Kitzler beim Geschlechtsverkehr zu treffen. Also, nicht einfach nur gerade rein und raus, sondern leicht von oben und dann gerade hinein, so als wollte das Glied auch den unteren Teil des Schambeins leicht touchieren. Dafür eignet sich auch diese Stellung: Du sitzt auf einem Tisch und er steht zwischen Deinen gegrätschten Beinen vor Dir ...

    6. Ich möchte, dass Ihr den Eindringwinkel verändert: Leg dafür ein oder mehre Kissen unter Dein Becken, damit es ein Tick höher kommt. Treibt es in einer Sex-Schaukel ...

    7. Frauen dürfen nicht erwarten, dass der Mann schon machen wird. Sie müssen das Zepter selbst in die Hand nehmen. Dafür heißt es, die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren und sie richtig einzusetzen: Anspannen und entspannen – so als wolltest Du Deinen Urinstrahl stoppen. Mit dieser Technik, kannst Du während der Penetration den Schwanz Deines Ehemannes regelrecht melken und Deiner Muschi wird extrem heiß werden. Massiere also seinen Schwanz mit Deinen Schamlippen – noch mal: anspannen und entspannen. Dafür gibt es auch Kurse in Fitness-Centern ...

    8. Je mehr die Frau schon vor der Penetration erregt ist, um so leichter kommt sie dann beim Geschlechtsverkehr. Also dehnt das Vorspiel schön lange aus. Er soll Dich dabei auch schön oral verwöhnen.

    Na, Jasmin, das war ganz schön viel für Dich, was? Experimentiere einfach nach Deiner Fasson mit meinen acht Punkten herum. Probier Dich aus und lasse Dich nur von Deiner Lust leiten. Und wenn Du Lust hast, dann kannst Du mir gern noch einmal schreiben, was dabei passiert ist. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß!

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  • Sex-Beratung von Frau Dr. Katja Schlegger

    Silke (19) schreibt: "Ich habe vor ein paar wochen einen ganz netten mann im Internet kennen gelernt, mit dem ich mich auch schon getroffen habe. Jetzt nach unserem ersten treffen schreibt er mir eine e-mail das er mich mit sein alter angelogen hat statt 29 ist er 40 Jahr. Ich weiß nicht was ich machen soll denn ich habe mich in Ihn verliebt aber der altersunterschied ist so groß! Er würde sich freuen wenn ich ihn verzeihen kann aber ich habe um bedenkzeit gebeten. Denn Mein Herz sagt gebe ihn noch ne chance aber mein verstand sagt denke an sein Alter. Bitte helft mir!"

    Antwort von Frau Dr. Katja Schlegger

    Liebe Silke, ich gehe davon aus, dass er auf junge Frauen steht. Er hat aber die Erfahrung gemacht, wenn er sein richtiges Alter angibt, dann bekommt er von ihnen sofort eine Ablehnung. Was soll er nun machen?

    Du schreibst, dass er Dir erst nach dem Treffen geschrieben hat, dass er elf Jahre älter ist. Hast Du das denn nicht vorher beim Zusammensein selbst bemerkt, dass er nicht mehr 29 ist? Wenn ja, warum hast Du ihn dann nicht gleich nach seinem wahren Alter gefragt? Das wäre auch ein gutes Gesprächsthema für das erste Date gewesen. Wenn nicht, dann Gratulation zu Deinem reifen Mann, der so viel jünger aussieht. Wenn Dir sein Alter beim Rendezvous nichts ausgemacht hat, warum soll sich das plötzlich ändern?

    Ich persönlich finde die Altersfrage nicht so wichtig, weil es einfach junge Alte und alte Junge gibt. Manche 19-Jährige hängen stundenlang allein vor dem Computer oder dem Fernseher ab, während manche Mitdreißiger noch in Clubs zum Tanzen gehen und gerne Abenteuerausflüge machen. Wer verhält sich also jugendlicher? Nur wegen einer Zahl würde ich ihn nicht abschießen, wenn Du verliebt bist und Ihr sonst gut zusammenpasst.

    Über seine Lüge müsst Ihr allerdings noch einmal sprechen. Er soll Dir erklären, warum er das getan hat. Mache ihm auch klar, dass eine Beziehung nicht auf Lügen aufgebaut werden kann. Wenn er Dir noch ein paar Dinge verheimlicht, die dann später doch herauskommen, dann wirst Du ihm immer weniger trauen ... Sprecht also gleich über die individuellen Vorstellungen von Eurer künftigen Beziehung: Wie eng, offen, tief, ehrlich, vertrauensvoll soll sie sein ...

    Du musst nicht alle Intimitäten des Partners wissen, aber es gibt Dinge, über die man sich gerade am Anfang gemeinsam Gedanken machen sollte. Dazu gehören folgende Grundsatzfragen: Nachwuchs ja oder nein, Fernbeziehung ja oder nein, Zusammenziehen ja oder nein, Fremdgehen ja oder nein, bisexuelle Neigungen ja oder nein und ist die Beziehung auf Dauer angelegt oder ist sie eher eine kurze Sex-Beziehung.

    Wenn Ihr diese grundsätzlichen Beziehungsgespräche führt und Du dabei ein gutes, sicheres Gefühl bekommst und viel zusammenpasst, dann wirst Du ihm die Schwindlerei verzeihen können. Wenn Ihr das nicht macht, dann wird die Unwahrheit weiterhin in Dir nagen.

    Resümee: Sprich die Dinge an, die Dich gerade bewegen. Bist Du mit seinen Antworten zufrieden, dann verzeihe ihm und genieße endlich Deine schönen Verliebtheitsgefühle ganz!

    PS: Bitte nicht missverstehen: Wenn man sich kennen lernt, dann muss man den anderen nicht sofort tiefschürfend ausfragen. Diese Gespräche müssen in diesem konkreten Fall geführt werden, da es sonst zu Vertrauensproblemen, Unsicherheiten und Missverständnissen kommen kann - das gilt nicht für alle Paare, die sich gerade verlieben.

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